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--- Aus der Forschung ---
Sensor überwacht innovative CO2-Filter für Kraftwerke
Gegenwärtig stellen die Kohlendioxidemissionen (CO2) eine Bedrohung für das weltweite Klima dar.
Mehr als ein Drittel der Emissionen in Europa stammen aus Kraftwerken, die fossile Brennstoffe ver-
feuern. Eine Möglichkeit, um diese CO2-Emissionen deutlich zu verringern ist die Speicherung dieses
Treibhausgases in unterirdischen Hohlräumen wie leeren Gasfeldern und Aquiferen. Um allerdings
Kohlendioxid unterirdisch zu speichern, muss es zuerst abgetrennt und aufgefangen werden.
Die effiziente Trennung des CO2-Gases von den anderen Bestandteilen des Rauchgases ist derzeit noch sehr
schwierig und anspruchsvoll. Die am häufigsten verwendete Technik ist die Absorption des Gases. Das Rauch-
gas strömt durch mehrere Bäder, in denen CO2 an Amine gebunden wird. Diese „Waschtechnik“ benötigt viel
Energie und ist daher nicht sehr kostengünstig und erfordert sehr große Rauchgaswäscher.
Eine kostengünstigere Alternative dazu bieten Membranen mit eingebetteten Nanostrukturen. Diese Membra-
nen sollen CO2 auffangen und abtrennen, ohne teure Waschbäder. Da nach der Herstellung der Membranen
keine zusätzlich Energie für den Trennungsprozess aufgewendet werden muss, ergibt sich eine erhebliche
Energieeinsparung und Reduzierung der Anlagenanforderungen.
Mit der Entwicklung optimaler nanostrukturierter Membranen zur CO2-Abtrennung aus Kraftwerksabgasen
beschäftigt sich seit Ende 2006 das EU-Projekte NANOGLOWA (Nano-structured Membranes against Glo-
bal Warming). Das NANOGLOWA-Konsortium setzt sich aus 26 Einrichtungen und Unternehmen aus 14
verschiedenen europäischen Ländern zusammen.
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat in Zusammenarbeit mit den EU-Partnern für das NANOGLOWA
Projekt einen Sensorprototyp entwickelt, der die Funktionalität der Filtermembranen im Dauereinsatz über-
wachen soll. Da die Membranen dem ständigen Strom der aggressiven Rauchgase ausgesetzt sind, muss
der Sensor chemisch stabil und langlebig sein. Erste Untersuchungen haben bewiesen, dass der Sensor
sowohl in Gas- wie auch in Wasserumgebungen funktioniert.
Nach der Integration des Sensors in dem Membranprototyp werden weitere Tests erfolgen. Dabei soll nicht
nur die Menge des herausgefilterten CO2 sondern auch Veränderungen der Membranen überwacht werden.

Filter-/Sensorprinzip und Einheit aus nanostruk-
turierten Membranen und Sensoren, um CO2
von Fossilbrennstoff-Kraftwerken effektiver her-
auszufiltern
Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
30419 Hannover
Tel.: 0511 2788-151
Fax: 0511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
www.lzh.de
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