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--- Aus der Forschung ---
Nominierungen für den SENSOR Innovationspreis 2009
Anlässlich der SENSOR+TEST 2009 hat der AMA Fachverband für Sensorik e. V. wieder den SENSOR
Innovations preis mit 10.000 € dotiert und international ausgeschrieben. »Aufgrund der ungewöhnlich gro-
ßen Anzahl und der hohen Qualität von Einreichungen fiel es der Jury in diesem Jahr besonders schwer,
eine Vorauswahl für den SENSOR Innovationspreis 2009 zu treffen«, bemerkt der Juryvorsitzende Prof.
Dr. Andreas Schütze, von der Universität des Saarlandes. Es galt, 63 umfangreiche Anmeldungen genau
zu prüfen.
Bei der Beurteilung der Innovationen geht es um den Grad der Innovation und den Nutzen für die Anwender.
Und schließlich – so die Regeln – prämiert der Verband nicht die Firma oder das Institut im Hintergrund,
sondern die Entwickler, also die Köpfe hinter der Innovation.
Nach gründlicher Begutachtung entschied sich die Jury, folgende Bewerber für die Endrunde des dies-
jährigen SENSOR Innovationspreises vorzuschlagen:
:: Technische Universität Hamburg-Harburg, Hamburg: »PIMMS - Planar integriertes Mikromassenspektro-
meter« (Teamsprecher: Prof. Dr.-Ing. habil. Jörg Müller)
Massenspektrometer (MS) dienen zur Detektion und Identifikation von Molekülen, z. B. in GC-MS-Syste-
men. Konventionelle Massenspektrometer sind aber sehr groß, schwer und teuer. Mit der vorgestellten
Entwicklung wurde nun erstmals ein komplettes Massenspektrometer auf einem Chip integriert und dessen
Funktion demonstriert. Das MS besteht aus Ionisator, Massenseparator und Detektor, hier in Form eines
Micro-Channel-Plate (MCP). Die Massentrennung erfolgt über ein neuartiges SynchronousIon Shield(SIS)
System, das mittels Wanderfeldern Ionen der passenden Energie selektiert. Die MCP wird als separates
Bauteil über selbstjustierende, auf dem Chip integrierte Halterungen integriert.
:: Owlstone Ltd., Cambridge, England: »MEMS Fabricated Programmable Chemical Sensor« (Teamsprecher:
Billy Boyle)
Eine schnelle und sichere Detektion von Sicherheitsbedrohungen, z. B. durch Kampfstoffe und Chemikalien
aber auch durch Sprengstoffe, wird angesichts der zunehmenden Bedrohungen immer wichtiger. Die Ionen- mobilitätsspektroskopie (IMS) ist ein viel versprechender Ansatz zur Lösung dieser Problematik, derzeit aber
zu groß, zu langsam und zu teuer. Die Firma Owlstone hat eine miniaturisierte Lösung realisiert, die nicht nur
schnell (<1 s) und hochempfindlich (Konzentrationen von wenigen ppb) arbeitet, sondern durch die reprogrammier-
bare Mustererkennung auch eine Anpassung im Feldeinsatz ermöglicht. Dazu wird ein mikrotechnisch gefertigter
FAIMS (Field Asymmetric IMS)-Mikrochip eingesetzt, der somit klein ist und nur eine geringe Energieaufnahme
hat.
:: Siemens AG, München: »Kompakter und kalibrierfreier Kohlenmonoxid-Sensor mit 2.3 µm Vertikalemitter La-
serdiode (VCSEL)« (Teamsprecher: Rainer Strzoda, Andreas Hangauer)
Zuverlässige, quantitativ arbeitende Gassensoren, z. B. zur Überwachung von Räumen im Hinblick auf Vergiftungs-
gefahr oder Brand, stellen nach wie vor eine große Herausforderung für die Forschung dar. Optische Lösungen waren
bisher i. d. R. zu teuer, da die notwendige Referenzmessung zur Erkennung von Drift der optischen Komponenten
einen hohen Aufwand erforderte. Die nominierte Entwicklung stellt ein selbstkalibrierendes System zur Messung
von CO dar, das auf der Tunable Diode Laser Spectroscopy (TDLS) beruht.
»Die eingereichten Projekte belegen den anhaltenden Trend zur Ausweitung der chemischen Gassensorik«, stellt
der Vorsitzende des Wissenschaftsrates im AMA Fachverband, Prof. Roland Werthschützky fest.
Am 26. Mai 2009 verleiht der AMA Fachverband für Sensorik e.V. den SENSOR Innovationspreis 2009 in Nürnberg
während der Eröffnungszeremonie der SENSOR+TEST.
www.sensor-test.com
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