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--- Aus der Forschung ---

Bayerische Unternehmen entwickeln innovatives Kameranachführsystem
für die „Schlüsselloch-Chirurgie“


Die Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. (SPS) als bayerische Clusterplattform für den Bereich
Sensorik hat mit dem Projekt TeKaMic (Teilautonome Kameranachführung für die minimal-invasive
Chirurgie) ein Projekt mit einem Volumen von über einer Million Euro mit sieben bayerischen Partnern
aus Industrie und Wissenschaft gestartet.


Die minimal-invasive Chirurgie, auch „Schlüsselloch-Chirurgie“ genannt, ist eine sehr schonende Operationstech-
nik. Alle für die Operation benötigten Werkzeuge werden dabei über möglichst kleine Zugänge in den Körper einge-
führt. Über eine Kamera, die ebenfalls über einen kleinen Zugang in den Bauchraum eingebracht wird, steuert der
Chirurg die Operationswerkzeuge. Diese Kamera muss derzeit während der Operation vom Chirurgen selbst oder
seinem Assistenten per Hand bzw. über einen Joystick nachgeführt werden. Diese Tätigkeit ist sehr monoton und
führt erfahrungsgemäß relativ rasch zur Ermüdung.

Ziel des clusterübergreifenden TeKaMic-Projektes ist daher der Aufbau eines sicheren, teilautonomen Kamera-Nach-
führsystems, das den Chirurgen bei seiner Tätigkeit unterstützt, indem es ihn von der Aufgabe der Gerätebedienung
entlastet. Da eine autonome Kameranachführung nur für einzelne Phasen der Operation sinnvoll und wünschenswert
ist, wird weiterhin die Möglichkeit bestehen, dass der Chirurg das Sichtfeld selbst einstellt – das heißt das System
funktioniert teilautonom.

Um eine teilautonome Kameranachführung zu gewährleisten, sollen die Koordinaten der Instrumente im Bauchraum
mittels unterschiedlicher Trackingverfahren simultan erfasst und verarbeitet werden. Neben der Auswertung von Bild-
daten mittels moderner Bildverarbeitung kann ein weiteres Erfassungssystem, beispielsweise ein elektromagneti-
sches Tracking, eingesetzt werden. Damit lassen sich auch trotz optischer Verdeckungen bzw. Verschmutzungen
zuverlässige Daten gewinnen. Eine Herausforderung dabei ist es, die redundanten Daten sicher zu fusionieren,
so dass jederzeit eine möglichst optimale Nachreglung gewährleistet ist.

Folgende Sensorik-Clustermitglieder und -akteure aus Bayern, größtenteils kleine und mittelständische Unterneh-
men, nehmen an dem Projekt, das im Rahmen des Förderprogramms „Leitprojekte Medizintechnik“ des Clusterpro-
jektfonds des Bayerischen Wirtschaftsministeriums gefördert wird, teil:
- AKTORmed GmbH, Barbing
- GEFASOFT Automatisierung und Software GmbH, Regensburg
- TU München (Klinikum rechts der Isar, Arbeitsgruppe MITI)
- Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg, Klinikum für Chirurgie
- Hochschule Regensburg, Labor für Digital- und Automatisierungstechnik
- Sensorik-Bayern GmbH, Regensburg
- Hochschule Deggendorf, Fakultät Maschinenbau und Mechatronik

Das Vorhaben wird durch die Innovationsberatungsstelle Nordbayern vorbildlich als Projektträger betreut, die nicht
nur bei schwierigen Problemen bezüglich der öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen Unterstützung leistete,
sondern auch durch hohe fachliche Sachkunde wertvolle Beiträge zum Projekt lieferte.



Sieben Partner – größtenteils kleine
und mittelständische Unternehmen
aus Bayern – arbeiten an dem cluster-
übergreifenden Innovationsprojekt
TeKaMic.
Foto: Firmenfoto AKTORmed GmbH


www.sensorik-bayern.de

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